Im Jahr 2012 war auch ganz schön was los...

Schauen Sie, erinnern Sie sich, staunen Sie...

Gemeindeausflug nach Erfurt

Nicht nur auf Luthers Spuren 
Unser Gemeindeausflug nach Erfurt (10. - 14. September 2012) 

25 junge, ältere und junggebliebene Leutchen starteten am Montag (10.9.) um 7.00 Uhr im Sonnenschein nach Erfurt. Um ca. 14.30 Uhr lieferte uns unser netter ruhiger Busfahrer Herr Probst nach zwei vorgeschriebenen Pausen im Gästehaus Nicolai des Augustinerklosters in Erfurt ab. Es ist ein altes, gut saniertes Haus mit schönen Zimmern, geschmackvollen alten Möbeln und einer Terrasse unter alten, hohen Bäumen mitten in der Stadt direkt an der Gera. Auf dieser Terrasse konnten wir zweimal unsere Morgenandacht abhalten.  Unser neu ernannter “Bischof”[1] Hartmut Smoor hatte als Motto dieser Andachten die Grundsätze unserer reformierten Kirche gewählt:
Sola gratia - allein aus der Gnade
Sola scriptura - allein was in der Bibel steht
Sola fidae - allein aus Vertrauen
Solus Christus - allein was Christus für uns getan hat.
Elke Büßemaker hatte die Lieder ausgesucht und unseren Gesang auf der Gitarre begleitet.
Unser Pastor ist ein Multitalent - er hatte alles sorgfältig geplant, so z.B. dafür gesorgt, dass die “Fußkranken” der Gruppe im Erdgeschoß wohnen durften! Und er hatte, weil es abends im Gästehaus nichts zu Essen gab, verschiedene Alt-Erfurter-Restaurants ausgesucht, wo abends für uns der Tisch gedeckt war, meist auf thüringische Art. Thüringer Klöße in allen Größen wurden serviert mit deftigen landesüblichen Spezialitäten. Im “Christoffel”, einem mittelalterlich geführten Restaurant speisten wir gar köstlich im zünftigen Ritterkeller an einer langen Tafel. Danach war es manchem nicht ganz so leicht, die Treppen wieder hoch zu krabbeln. Trotzdem waren wir alle recht vergnügt.  Die oid`n Rittersleut müssen ungeheure Mengen verputzt haben - wieso passten die eigentlich in ihre winzigen Rüstungen?!
Dienstag - erster Ausflug: eine kundige Stadtführerin brachte uns in einer zweistündigen Führung ihre Stadt Erfurt nahe, die Geschichte der Stadt, die Wirtschaft, das Leben der Studenten zur Zeit Luthers... - Erfurt ist eine schöne alte Stadt und wunderbar wieder hergerichtet - im Gegensatz zu Eisenach, wo doch noch manches zu tun ist.
Dort waren wir dann am Mittwoch, es hatte die ganze Nacht geregnet und die Gera unter unserem Fenster führte die doppelte Menge Wasser.
Mittwoch: Erstes Ziel in Eisenach war selbstverständlich die Wartburg - seit 1999 von der UNESCO zum Welterbe der Menschheit erklärt. Dort hat Luther als „Junker Jörg“ 1521/22 das Neue Testament ins Deutsche übersetzt, man kann den kargen Raum besichtigen.
Überhaupt atmet man in dieser Burg auf Schritt und Tritt deutsche Geschichte. Krönung des Tages war aber doch wohl für die meisten von uns das Bach-Museum in Erfurt mit seinem erst kürzlich neu eröffneten Teil, der zwar ganz modern ist, aber mit dem alten Teil gut harmoniert. Schon im Bus hatte Dr. Lukas Speckmann uns mit einem brillanten Vortrag über Bachs Leben informiert. So waren wir gut vorbereitet. Wir hatten auch dort eine sachkundige Führung. Der alte Teil des Museums birgt Privates aus der großen Bach-Familie, es gibt dort ein relativ niedriges Musikzimmer mit erstaunlich guter Akustik, in dem uns Instrumente aus der Zeit optisch und akustisch nahe gebracht wurden. Dr. Speckmann musste die Bälge treten. Der neue Museumsteil hatte Technik zu Verfügung, die uns die Bach-Musik zum Genuss machte. Alle waren ganz begeistert.
Donnerstag: Der letzte Tag führte uns nach Weimar - das vor wenigen Wochen eröffnete Goethe-Museum stand auf dem Plan - das daneben liegende Goethe-Haus, in dem der Dichterfürst lebte, gab es ja schon lange. Heute waren nicht mehr alle so begeistert, wir Alten sind wohl zum Teil nur noch begrenzt aufnahmefähig und sind etwas müde geworden durch die vielen schönen Eindrücke der vergangenen Tage. An dem so schönen sonnigen Tag blieb aber jedem noch Zeit für eigene Interessen, z.B. das Bauhaus-Museum.
Am Abend gab es noch ein “Bonbon”. Das evangelische Augustinerkloster in Erfurt wird ohne Ausnahme um 18.00 Uhr geschlossen, aber unser “Bischof “ bekam die “Schlüsselgewalt” und bescherte uns eine kleine, feine, stille Privatführung durch das Kloster, bevor wir dann zum Abschluss ein exzellentes kalt-warmes Büffet genießen durften.
Freitag ging es heimwärts, im Bus war es still - die meisten schliefen. Es war kühl geworden und wir merkten, wir sind im Emsland - ab Münster regnete es in Strömen! Das Motto heute: Solus Christus, ER hat uns viel gegeben auf dieser Reise! DANKE

Stefanie Wupper


[1] Pastor Smoor hatte erklärt, in der Bibel käme der Begriff „Pastor/Pfarrer“ nicht vor. Stattdessen die Bezeichnung „Bischof“ (zum Beispiel 1.Tim 3,2)

Meppens Lange Nacht der offenen Kirchen

Am 21. September 2012 fand hier in Meppen das erste Mal die Lange Nacht der offenen Kirchen statt. Dieser Artikel erschien am 24. September in der Meppener Tagespost.

Ökumenischer Pfingstgottesdienst

Am Pfingstmontag wurde der alljährliche Pfingstgottesdienst - der jetzt schon zum 8. Mal in Folge stattfand - auf dem Meppener Marktplatz von unserer Gemeinde veranstaltet. Dazu erschien in der Meppener Tagespost vom 29. Mai 2012 der folgende Artikel:

Konfirmation am 27. Mai 2012

Am Pfingstsonntag wurden im Gottesdienst 6 Konfirmandinnen und Konfirmanden konfirmiert. Wir - die Gemeinde - heißen euch ganz herzlich als neue Gemeindeglieder willkommen.