Das alles geschah im Jahr 2014...

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Unser Weihnachtsbaum

In der Vorweihnachtszeit hat man alle Hände voll zu tun, um Weihnachten perfekt vorzubereiten. Irgendwann stellt man sich die Frage: Haben wir denn schon einen Baum ? In diesem Jahr war das kein Problem. Es waren mehrere Weihnachtsbäume „im Angebot“. Einer schied aus, weil es fast unmöglich war, ihn in einem Stück zu fällen, der andere entsprach nicht ganz unseren Vorstellungen, also haben wir uns für den Baum entschieden, den Familie Gries uns angeboten hatte. Am Samstag vorm 4. Advent traf sich das Team „Weihnachtsbaum“  bei Familie Gries, um den Baum zu ernten, wie das so schön in der Forstwirtschaft heißt. In der Praxis bedeutete das folgendes: Die unteren Äste abschneiden, ein Tau in der Krone befestigen und dann wurde - unter gleichzeitigem Ziehen der Mannschaft - die Säge angesetzt. Im Nu lag der Baum auf dem Rasen. Jetzt kam die Länge, also erst mal ein ordentliches Stück abgesägt. Dann kam das Maßband und es musste noch ein Stück gekürzt werden. Die Devise lautete: So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich (schleppen).
Mit vereinten Kräften wurde der Baum quer über den Rasen, über den engen Weg am Haus vorbei, durch den Vorgarten, über die Blumenrabatten, die Auffahrt und dann endlich auf den Anhänger geschafft. Hier wurden noch ein paar ordentliche Taue angebracht, die kostbare Fracht sollte ja schließlich heile am Gemeindezentrum ankommen. Das Abladen am Gemeindezentrum war eigentlich ein „Spaziergang“: Runter ist immer leichter als rauf. Am Montag vor Heiligabend musste der Baum dann noch durch das letzte Nadelöhr: Die Türen zum Gottesdienstraum. Hier wurde noch etwas an den unteren Ästen herum gesägt, bevor die Holzkeile in den Ständer getrieben und der Baum aufgerichtet und vertäut wurde. Am Nachmittag kam dann das „Schmück-Komitee“, um den Baum in einen strahlend schönen Weihnachts-baum mit Kerzen, Strohsternen und allem Drum und Dran zu verwandeln. Und so konnte auch in diesem Jahr das Weihnachtsfest - mit Weihnachtsbaum - zünftig begangen werden. An dieser Stelle also ein kräftiges Dankeschön an alle helfenden Hände - und natürlich an Familie Gries, die den Baum zur Verfügung gestellt haben!

Franky Beerens

Verabschiedung von Pastor Hartmut Smoor und seiner Familie am 29. Juni 2014

An diesem Sonntag nun sollte es soweit sein: Pastor Hartmut Smoor und seine Familie verabschieden sich von der Gemeinde. Um 15 Uhr fand dazu ein Abschiedsgottesdienst statt, den – wie sollte es auch wohl anders sein – Hartmut Smoor natürlich selber zelebrierte. Klar, wenn man als Pfarrer auch ein begnadeter Prediger ist, dann kann das Abschiedsgeschenk an die Gemeinde natürlich nur eine brillante Predigt sein. Der Gottesdienstraum war voll und Hartmut Smoor hatte die ungeteilte Aufmerksamkeit der gesamten Gemeinde. Seine Worte haben uns, seine „Schäfchen“, wieder einmal erreicht und berührt. Zwischendurch gaben der Kirchenchor und die Zauberflöten ihr Bestes, um diesen Gottesdienst zu einer rundum gelungenen Veranstaltung zu machen.

Nach dem Gottesdienst hatten alle Besucher die Gelegenheit, Hartmut Smoor am Ausgang die Hand zu schütteln, ihn zu drücken und ihm ein paar liebe Worte zum Abschied zu sagen. Da kullerte so manche Träne, für die sich aber an diesem Tag niemand zu schämen brauchte, denn alle hatten einen dicken Kloß im Hals.

Viele schauten aber auch ein wenig ängstlich zu dem großen Feuerwehr-Leiterwagen, der auf der Straßenkreuzung mitten vorm Gemeindezentrum stand. Nein, es brannte nicht. Er war Teil einer sehr originellen Überraschung: Im ersten Teil wurde ein Reporter von der Meppener Tagespost gemeinsam mit mir (Franky Beerens) auf ca. 30 m Höhe befördert, um die Gemeinde, die sich auf dem Vorplatz des Zentrums versammelt hatte, von oben abzulichten. Das war ein grandioser Anblick, wenn man auf mehrere hundert Leute, die einem auch noch alle fröhlich zuwinken, herabschaut und dabei das scheidende Pastorenehepaar in ihre Mitte nimmt. Aber damit nicht genug: Nachdem wir beiden den Erdboden wieder sicher erreicht hatten, wurden Andrea und Hartmut Smoor (hoffentlich kopffest?!) in den Korb gebeten und mit einem Husch wurden sie in luftige Höhe befördert. Klar dass da im Publikum auch Witze gerissen wurden, das gehört dazu: „Jetzt ist er seinem Chef mal ganz nahe“ oder „…das ist also Himmelfahrt…“ oder „so kann man auch in den Himmel kommen“ Aber das alles war nicht der Sinn der Übung. Zum einen wollten  wir natürlich ein paar schöne Fotos von der Familie Smoor inmitten ihrer Gemeinde machen und zum anderen sollten sie sehen können, wie die Gemeinde zu ihnen aufschaut. Ein sehr eindrucksvoller Anblick zum Abschied!

Am Ende waren alle erleichtert, dass Familie Smoor wieder wohlbehalten auf der Erde im Kreise der Gemeinde angekommen war. Jetzt konnten sich alle zum zweiten Teil des Programms aufmachen: Ein Empfang im Gasthof Am Waldstadion. Hier sollte die Familie offiziell verabschiedet werden.

Hier wurden von mehreren Gästen Grußworte verlesen, in denen deutlich gemacht wurde, wie sehr Unser Pastor im Gefüge der Kirche und dem Umfeld der anderen Kirchen in Meppen seinen Platz innehatte, wie er geschätzt und geliebt wurde.

Auch der Vorsitzende unseres Kirchenrates Rolf-Dieter Pophanken brachte natürlich stellvertretend für die ganze Gemeinde, seinen Dank und seine Wertschätzung zum Ausdruck.

Am Ende hatte Hartmut Smoor das Wort um sich von uns, seiner Gemeinde zu verabschieden. Die vormaligen Leiter unserer Kirchenleitung, die Ältestenprediger, sowie die Organisten wurden speziell geehrt. Ansonsten war das ein sehr emotionaler Abschied, der Hartmut Smoor ganz offensichtlich - und nachvollziehbar - schwer fiel.

Und ganz zum Schluss kam das, was eigentlich keiner gerne mag: Abschied nehmen. Jeder hatte die Gelegenheit, sich persönlich bei Familie Smoor zu verabschieden, was nicht ohne Tränen ablief.

Als Resumé bleibt nur zu sagen: Hartmut, du bist als Fremder in unsere Gemeinde gekommen, bist in sie hineingewachsen, bist mit ihr verwachsen und hast sie mit Deiner Energie, Deinem Engagement und Deiner Liebe mitgerissen und aufblühen lassen. Wir sagen DANKE für alles was Du uns gegeben hast und sind glücklich dass wir 13 Jahre lang unseren Weg mit Dir gemeinsam gehen durften.

Wir wünschen Dir von ganzem Herzen alles Gute und Gottes Segen!

 

Am Dienstag, den 1. Juli 2014 erschien der folgende Artikel in der Meppener Tagespost: