Maria und Josef sind auf dem Weg

Station 1:   Die Nacht vom 29. auf den 30. November

Im Familiengottesdienst in Schöninghsdorf werden Maria und Josef - samt Reisekoffer - von Hennes Alsmeier mit nach Hause genommen. Hier verbringen sie ihre erste Nacht.

Station 2: Die Nacht vom 30. November auf den 1. Dezember

Bei Familie Emme kommen die beiden für die zweite Nacht unter. Wie es aussieht sind sie hier so richtig aufgepäppelt worden: Mit Keksen, Pizza und sogar ein Doppelbett mit Daunenkissen. Die Reise scheint gar nicht so beschwerlich zu werden, oder?

Station 3: Die Nächte vom 1. bis zum 3. Dezember

Bei Familie Rademacher schaffen die beiden es ebenfalls für eine Nacht ein trockenes und warmes Quartier zu bekommmen


Station 4: Die Nacht vom 4. auf den 4. Dezember

Und auch bei Brigitte und Hartmut Behrends sind sie für zwei weitere Nächte gut untergekommen.

Station 5: Die Nacht vom 4. auf den 5. Dezember

Bei Gerd und Gerlinde Alsmeier ist es schön ruhig. Hier können es sich die beiden im Korbsessel im Wohnzimmer vorm Ofen bequem machen.

Station 6: Die Nacht vom 5. auf den 6. Dezember

In Rühle bei Dita und Ulli Janzen und deren Kindern scheinen sie sich auch ganz wohl gefühlt zu haben...

Station 7: Die Nacht vom 6. auf den 7. Dezember

Aus Rühle haben Maria und Josef den Weg zu Annegret Bückmann nach Meppen geschafft - also rum kommen sie ja!
Hier wurde der 2. Advent mitgefeiert und sie begleiteten Annegret auch in den sonntäglichen Gottesdienst in unserem Gemeindezentrum. Die Gemeinde konnte sehen: Denen geht es gut!

 

Station 8: Die Nacht vom 7. auf den 8. Dezember

Am Montag wurden die beiden von unserer Organistin Ingrid von Eigen abgeholt. Hier war es richtig spannend: "Nachmittags waren sie beim Verein Lotse in der Neustadt. Ein Nachmittag mit mir als Märchenfrau zum Hören von Geschichten, weihnachtlichen Märchen, Gedichten und Singen von Liedern. Heute Abend ging es dann zum lebendigen
Adventskalenderwieder in die Herderstraße7."

"Bis heute Mittag war die Welt für Maria und Josef noch in Ordnung. Es war ein sonniger herrlicher Tag. Sie haben noch die Kraft der Sonnenstrahlen im Garten gesammelt. Leider war dann nichts mehr mit freundlicher Aufnahme.
Ich habe es jetzt mal so gemacht, wie es Maria und Josef ergangen ist. Ohne Anruf, ohne Absprache, wo man sich drauf einstellen kann und habe verschlossene Türen vorgefunden, Abweisung erfahren, überflüssige Diskussionen gehabt und schließlich den Kaffee auf. Sie sind jetzt bei Familie Tandara."

 

 

Station 9: Die Nacht 8. auf den 9. Dezember

Hoppla, jetzt sind die beiden ganz plötzlich unauffindbar. Weiß jemand wo sie geblieben sind?

Wie sich herausgestellt hat, scheint sich die Geschichte von vor über 2000 Jahren zu wiederholen. Jemand klopft an und bittet darum, dass Maria und Josef für eine einzige Nacht aufgenommen werden - und die Tür wird wieder geschlossen oder garnicht erst geöffnet. Traurig oder?

Jetzt sind die beiden bei unserer Pastorin und ihrer Familie und erholen sich von dem Schock. Ich hoffe nur, dass bis Weihnachten keine Türen mehr für sie verschlossen bleiben. Warten wir es ab.


Station 10: Die Nacht 9. auf den 10 Dezember

"Maria und Josef geht es gut. Sie verbringen die Nacht im Evangelischen Kindergarten Matthias Claudius. Waren auch

schon heute Morgen im Morgenkreis dabei und haben mit den Kindern gespielt. Morgen Nachmittag geht es dann
weiter."

 

 

 


Station 11: Die Nächte vom 10. bis zum 12. Dezember

Abends beim Ausklang des Lebendigen Adventskalenders bei Familie Tandara haben sich Maria und Josef Yvonne Hemmers und Roman Möller angeschlossen. Mal schauen, wie es ihnen dort ergangen ist...

"...es geht ihnen gut. Sie waren mit mir im Büro. Wir waren erst spät zu Hause. Nun sind sie so müde, sie mögen heute nicht mehr weiter ziehen und bleiben deshalb noch eine Nacht. Hier siehst du sie bei der Arbeit..."


Station 12: Die Nacht vom 12. auf den 13. Dezember

Maria und Josef haben sich wieder auf den Weg gemacht und haben mittlerweile bei Anneke Kassner und ihrem Mann Herberge gefunden:
"Wir hatten also auch die Ehre Maria und Josef  eine Weile bei uns zu Besuch zu haben. Sie standen die meiste Zeit bei uns auf dem Tisch am Adventsgesteck, von da hatten sie einen guten Überblick in unserem Wohnzimmer. Meine Schwester war zu Besuch aus Rotterdam und hat sie auch kennen lernen dürfen. Wir haben angeregte Gespräche geführt, worin besonders Maria eine Rolle spielte, sie hörte uns auch aufmerksam zu. Sie hätten gerne noch lange bei uns bleiben dürfen,aber andere Leute möchten sie gerne auch kennen lernen."


Station 13: 13. Dezember

Mit Anneke und ihrem Mann sind Maria und Josef heute sogar mit nach Meppen in den Gottesdienst gekommen und feierten mit uns allen gemeinsam den 3. Advent.


Station 14: Die Nacht vom 13. auf den 14. Dezember

Nach der schönen Adventsfeier mit Kichenchor und allem Drum und Dran haben sich Maria und Josef der Familie Hömmeke angeschlossen:
"Maria und Josef sind heute nach dem Gottesdienst mit zu uns gekommen.
Nachdem Mittagessen sind wir auf dem Weihnachtsmarkt in Lingen gewesen, dort war einiges los.
Wir haben im Cafe gesessen und vor dem Rückweg noch ein schönes Bild mit dem Lingener Wasserturm gemacht.
Da es draußen kalt war, gab es bei den Hömmekes abends einen warmen Kakao.
Es war ein schöner Tag und wir sind ziemlich müde. Das Bett in dem wir heute Nacht schlafen dürfen ist sehr kuschelig.

Wir werden morgen weiterreisen und sind gespannt, wer uns aufnehmen wird...

Station 15: Die Nacht vom 14. auf den 15. Dezember

Maria und Josef können sich glücklich schätzen. Vom Gottesdienst in Meppen sind sie mit zu Familie Book gefahren. Und wie man auf dem Foto sieht hat es ihnen wieder einmal an nichts gemangelt.


Station 16: Die Nacht vom 15. auf den 16. Dezember

Tja, und wieder haben die beiden Reisenden es geschafft. Trotz Stress und Hektik in der Adventszeit haben sie wieder eine Unterkunft für eine Nacht gefunden. Sie wurden von Familie Bruns aufgenommen. Und nicht nur das: Werner hat sie zum Männerkochen mitgenommen. Hier haben sie den kochenden Männern auf die Finger geschaut und sich anschließend an Lammkeule und allerlei anderen Leckereien gütlich getan.


Station 17: Die Nacht vom 16. auf den 17. Dezember

Von Familie Bruns sind unsere beiden Reisenden jetzt weitergezogen zu Familie Skowasch.
"Maria und Josef haben den Abend mit den Nachbarn bei Glühwein und Kinderpunsch gut überstanden. Besonders gefallen hat ihnen die Beleuchtung der Gärten. Nur ein Feuer qualmte so, dass sie dort nur den Koffer auf das Bild gebracht haben. Die Nacht war gut, aber zu kurz und gleich machen sie sich auf den Weg zur Schule nach Haselünne."

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Wieder bei Jürgen und Carmen angekommen, dürfen wir mit ihnen im Anderen Advent lesen. Mir läuft da ein Schauer über den Rücken, ich habe fast das Gefühl, dass es um uns geht - komisch oder?
Jürgen hilft uns gleich bei der Herbergssuche für die nächste Nacht. Ich bin schon aufgeregt."


"Hallo Franky,
ich habe Maria und Josef die Homepage gezeigt, jetzt sind sie sehr neugierig und möchten dich gerne kennen lernen. Auch sind sie gespannt auf das Fällen des Weihnachtsbaums.
Wie sieht es aus, möchtest du sie für die heutige Nacht beherbergen?
Anbei Maria und Josef nach dem Mittagessen. Maria macht jetzt einen Mittagschlaf, sie ist sehr erschöpft vom Sprachunterricht (Deutsch als Zweitsprache)"


Station 18: Die Nacht vom 17. auf den 18. Dezember

Jetzt habe ich schon so viel über den Weg der beiden geschrieben, mal waren sie ganz dichtbei und mal ganz weit weg. Und jetzt sind sie per Kurier (Jürgen) zu mir gekommen. Ich muss zugeben, sie waren ein wenig blass als sie ankamen. Wie Jürgen erzählte mussten sie einen Unfall auf der B70 mit Tatütata und allem Drum und Dran mit ansehen. Jetzt liegen sie erst einmal bei mir im Wohnzimmer und erholen sich vorm schönen warmen Feuer von dem Schock.

 

 

 

 

Als sie sich ein wenig erholt hatten und wieder Farbe im Gesicht hatten, haben sie mir noch ganz interessiert beim Zimtsternebacken zugeschaut - aber sie haben nicht genascht! Später haben wir es uns beim Kerzenschein gemütlich gemacht. Und als ihnen schließlich die Augen zufielen, habe ich sie auf einem Schaffell zur Nacht gebettet und sie mit einem Daunenkissen zugedeckt. Sie haben eine gute und ruhige Nacht gehabt.

Als die beiden schon schliefen habe ich noch dieses Gedicht über sie geschrieben:

Maria und Josef auf dem Weg

Maria und Josef sind auf dem Weg,
einige finden es lustig, andere schräg.
Es begann in der Kirche am ersten Advent,
das war ein Gottesdienst, in dem keiner gepennt.

Es wurde gefragt, wer sie denn nimmt.
Der kleine Hennes meinte: Das geht doch bestimmt?!
Worauf er fragend zum Papa blickt,
der, nach kurzem Überlegen, freundlich nickt.

Uns so gehen sie von Hand zu Hand, von Haus zu Haus.
Jeder der sie hat, putzt ein Zimmer für sie raus.
Sie bekommen Kekse, Pizza, Müsli und Brot;
nein auf ihrer Reise leiden sie keine Not.

Damals war alles anders, 2000 Jahre sind schon verflossen,
fast alle Türen blieben für sie verschlossen.
Sie mussten im Stroh schlafen beim Vieh,
an der Herren Tische ließ man sie nie.

Heute brauchen sie nicht zu laufen,
Man nimmt sie im Auto mit und gibt ihnen Tee zum trinken.
Ihr Koffer steht drinnen, schön warm und trocken,
sie brauchen nicht im klammen Stroh zu hocken.

Ach ginge es allen Menschen bei uns doch nur so gut,
zu viele haben nicht mehr als ein Bündel und einen Hut.
Sie haben es auch am Heiligen Abend kalt,
Auch wenn sie noch jung sind, sie sind gebeugt und wirken alt.

Lasst die Geschichte von damals sich nicht wiederholen,
Wir alle haben im Keller und auf dem Konto genug Kohlen.
Gebt den Armen mehr als nur trockenes Brot,
Schenkt ihnen Achtung und helft ihnen aus ihrer Not.

Frohe Weihnachten wünscht
Franky Beerens


Station 19: Die Nacht vom 18. auf den 19. Dezember

Am Nachmittag sind Maria und Josef per Fahrradkurier (Franky) zu Hilke und Conny Vry gebracht worden, wo sie aufs Herzlichste mit einer Tasse Ostfriesentee und Neujahrskrullerkes willkommen geheißen wurden.
"auch bei uns haben die beiden sich wohlgefühlt. Nach einer ruhigen Nacht, in Decken gehüllt, haben sie uns am Nachmittag wieder verlassen. Sie wollten bei Steffi u. Otto Wupper um Aufnahme bitten und die werden auch bestens für sie sorgen."


Station 20: Die Nacht vom 19. auf den 20. Dezember

"keine Sorge, Maria und Josef geht es gut, sie sind zur Zeit in der Deichstr. bei Stefanie u. Otto Wupper, haben die Nacht auf dem Sofa, beschützt von vielen Kuscheltieren verbracht und durften an der Konzertprobe einer erzgebirgischen Engelskapelle teilnehmen - wir schicken schon mal ein paar Fotos, mehr steht dann im Reisetagebuch. Maria wird etwas unruhig, sie will weiter - es sind ja nur noch wenige Tage bis zur Geburt des Kindes. Viel Grüße Ihre Wuppers"

 


Station 21: Die Nächt vom 20. bis zum 22. Dezember

Von Familie Wupper wurden Maria und Josef - natürlich immer mit ihrem Reisekoffer, der ja auch ihr Reisetagebuch enthält - von Familie Dürr abgeholt. Von dort sind sie (ohne Übernachtung, weil sie wollten doch lieber vom 23. auf den 24. Dezember bei Gisela und Günther schlafen) zu den Nachbarn, Familie Heissen weitergezogen. Wir sind sicher, auch bei ihnen werden sie es gut haben...

Wie mir Frau Heissen berichtete haben Maria und Josef sich gar nicht satt sehen können an dem vielen Advents- und Weihnachtsschmuck und haben inmitten von vielen Kuschetieren zwei ruhige und erholsame Nächte verbracht.


Station 21: Die Nacht vom 22. auf den 23. Dezember

Günther hat mal wieder für Maria und Josef den Chauffeur gemacht und sie - samt Koffer - bei Familie Jedamzik einquartiert.

"...Günther hat die beiden heute morgen zu uns gebracht, in die Rudolf Kinau Straße wo ich sie versorgen werde. Morgen, am 23. Dezember, übernachten sie bei Dürrs, dann sind Sie rechtzeitig am Ziel."


Station 24: Die Nacht vom 23. auf den 24. Dezember

Also irgendwann klingelte es und da standen sie vor der Türe, Maria und Joseph. Ob sie wohl die letzte Nacht bei uns bleiben könnten? Na ja, soo groß war die Begeisterung bei uns nicht, schließlich hatten wir das Haus ohnehin voll und dann ist da im Hinterkopf immer noch die Illusion von der ruhigen und besinnlichen Vorweihnachtszeit... Aber wenn einen dann vier so treuherzige Augen anschauen, dann kann man doch nicht nein sagen. Also gut, dann kommt mal rein!

Jetzt müssen wir sagen, was hätten wir uns geärgert, wenn wir sie nicht aufgenommen hätten! Sie waren ja so eine Bereicherung dieses Vorweihnachtstages, all die interessanten Gespräche über das, was die Beiden in den letzten Wochen erlebt haben. Berührendes war dabei und auch ganz lustige Erlebnisse und außerdem haben sie sich bei uns auch ganz prächtig unterhalten. Unser Michael war nämlich mit seiner Familie aus Uganda/Afrika eingeflogen, um dieses Weihnachtsfest mit uns zu feiern. Kein Wunder, daß es viele Berührungspunkte gab und sich alle auf Anhieb verstanden.

Am Abend gab es dann noch eine Aufregung. Wir skypten nämlich mit unserem Stephan, der ja in Neuseeland lebt. Da haben die Beiden nicht schlecht gestaunt, daß wir nicht nur mit ihm sprechen, sondern ihn auch sehen konnten. So etwas kannten sie überhaupt noch nicht und besonders Joseph konnte sich gar nicht einkriegen vor Begeisterung über diese Technik. Nur Maria bekam auf einmal einen gehörigen Schrecken und wurde ganz blaß, als sie mitbekam, daß bei Stephan jetzt schon Weihnachten war, weil dort alle Uhren um 12 Stunden vorgehen. Als ihr das klargeworden war, dankte sie spontan dem Herrn, daß sie hier sein konnte und nicht in Neuseeland war, denn eine Frühgeburt, nein, das hätte ihr gar nicht gepasst. Ja und uns natürlich auch nicht, stellt Euch das mal vor, nicht auszudenken!

Nach diesem ereignisreichen Tag und dem, was sie vorher schon erlebt hatten, wurden ihnen am Abend die Augen immer kleiner. Also wollten wir ihnen ihre Betten zeigen. Aber da überraschten sie uns mit einem Wunsch: Sie wollten sich so allmählich wieder daran gewöhnen, so zu schlafen, wie sie es bald wieder tun würden, also naturnah und ohne Federbetten. Daher verzogen sie sich unter die untersten Äste unseres frisch geschlagenen Weihnachtsbaumes, polsterten alles mit ein paar abgeschnittenen Tannenzweigen aus und bald hörten wir tiefe und friedliche Atemzüge aus Richtung Weihnachtsbaum. 

Morgen ist ja Marias Termin. Ihr und allen Menschen wünschen Gisela und Günther alles Gute und ein friedvolles Weihnachtsfest.


Station 25: Das Ziel ist erreicht: Weihnachten!

Puh, das war eine strapaziöse Reise: In 26 Tagen bei 23 Familien übernachten. D. h. 23 mal Klopfpen, fragen, Koffer auspacken. Am nächsten Tag wieder alles in den Koffer packen, Rumtelefonieren und nach einer neuen Unterkunft fragen. Den Koffer mitnehmen, ins Auto, aufs Fahrrad und dann umziehen. Und das alles mit einem Bauch, der zum Platzen gespannt ist und endlich seine Last loslassen möchte. Dazu die Angst, ob man überhaupt ein Quartier, dazu noch ein Warmes bekommen wird. Also eine Ferienreise war das nicht.

Aber jetzt ist es endlich soweit: Der Heilige Tag ist angebrochen und sie werden heute Nachmittag mit Familie Dürr und dem Kirchenchor in Schöninghsdorf den Gottesdienst zum Heiligen Abend mit uns feiern. Mal schauen, ob sie jetzt merken, dass der ganze Trubel sich um sie selber gedreht hat, dass sie diejenigen sind, um die es geht.

Frohe Weihnachten!