Mehr Schwung im Gottesdienst

Unsere Gemeinde erprobt neue Formen der Andacht

Corona war ein tiefer Einschnitt - in fast allen Kirchengemeinden. Gottesdienste fielen ganz aus oder waren nur eingeschränkt möglich. Das hält immer noch viele Menschen davon ab, zur Kirche zu kommen, auch wenn es derzeit keine Beschränkungen mehr gibt. Es braucht neuen Schwung, um wenigstens die Besucherzahlen aus der Zeit vor der Pandemie wieder zu erreichen. Oder besser noch: zu übertreffen.

Unsere Gemeinde versucht deshalb eine neue Form des Gottesdienstes. Weniger Liturgie, weniger traditionelle Lieder und mehr aktive Beteiligung der Gottesdienstbesucher sollen ein intensives spirituelles Erlebnis ermöglichen, so der Kirchenrat. Pastor Friedrich Knoop lud in seiner kurzen Andacht zum Mitmachen ein: Die Teilnehmenden pflanzten Sonnenblumen und schrieben ihre Gebetsanliegen auf; anschließend wurden die Fürbitten vorgetragen. Der Wunsch nach Frieden, das wurde deutlich, bewegt die Menschen sehr. Die junge Lobpreisband „Mövenpick“ sorgte mit Gesang und Instrumentalbegleitung für eine tolle Atmosphäre.

Lässt sich auf Traditionen verzichten, ohne ältere Gemeindemitglieder zu vergrämen? Offenbar schon: Der neuartige Gottesdienst war rund drei Mal stärker besucht als an Sonntagen üblich. Die Resonanz war sehr gut, bei allen Altersgruppen. Dieser Gottesdienst wird nicht der letzte seiner Art gewesen sein, heißt es abschließend.

Kirchenband statt Orgel: Die Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Meppen-Schöninghsdorf erprobt neue Gottesdienstformen.

Foto: Hagen Gundlach-van Dühren

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