Pfarrkonferenz des Synodalverbandes

Vor einem Jahr wurde Dr. Susanne Bei der Wieden zur Kirchenpräsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche gewählt; als Nachfolgerin von Dr. Martin Heimbucher trat sie am 4. September 2021 ihr neues Amt an. Nun hat die Kirchenpräsidentin zum ersten Mal unser Gemeindezentrum am Stadtforst besucht – wobei ihr Besuch nicht so sehr unserer Kirchengemeinde, sondern vielmehr dem gesamten Synodalverband Emsland-Osnabrück galt. Am 14. März nahm sie in Begleitung ihres persönlichen Referenten an der großen Pfarrkonferenz des Synodalverbands teil, die in diesem Jahr in Meppen stattfand. Für Hartmut Smoor war dieser Vormittag ein Heimspiel.

Die Pfarrkonferenz des Synodalverbands tagt in der Regel zwei Mal jährlich. Dabei kommen unter der Leitung von Präses Ilse Landwehr-Wegener (oder ihres Stellvertreters Joachim Korporal) die Hauptamtlichen, also vor allem die Pastorinnen und Pastoren der emsländischen Gemeinden zusammen; zur großen Runde, wie sie jetzt zusammentrat, sind auch die ehrenamtlich Predigenden sowie die Gemeindepraktikanten eingeladen. Pastor Friedrich Knoop begrüßte die 17-köpfige Runde und erinnerte in seiner Andacht an die Apostelgeschichte: „Die Menge der Gläubigen aber war ein Herz und eine Seele“.

Kirchenpräsidentin Bei der Wieden war bis zu ihrer Wahl Pastorin der reformierten Großstadtgemeinde in Frankfurt. Die ländlichen Maßstäbe ihrer neuen Landeskirche lernt sie gerade erst kennen, unser Synodalverband war ihr bislang noch gar nicht vertraut. Bei der großen Vorstellungsrunde mit Frühstück ließ sie sich ausführlich berichten, was in den Gemeinden Baccum, Freren-Thuine, Lengerich, Lingen, Lünne, Meppen-Schöninghsdorf, Osnabrück, Salzbergen und Schapen derzeit anliegt, welche Probleme es gibt und was die Pläne für die nächste Zukunft sind.

Wichtigstes Thema allerdings waren die Perspektiven unserer Landeskirche und ihrer Gemeinden. Denn jetzt schon ist klar, dass sich Strukturen verändern werden: In den kommenden Jahren wird ein Großteil der hauptamtlich Tätigen in den Ruhestand gehen, und die Nachfolge ist in den wenigsten Fällen sicher, denn immer weniger Menschen wollen Pastorin oder Pastor werden. Zwangsläufig wird ein einschneidender Reformprozess in Gang kommen müssen.

Die Nachrichten aus unserer Gemeinde sind zumindest vielversprechend: Seit dem Dienstbeginn von Pastor Knoop scheint sich das Gemeindeleben zu stabilisieren, die Zahl der Mitglieder wächst dank regen Zuzugs sogar. Und über unser praktisches und vielseitig nutzbares Gemeindezentrum waren nur anerkennende Worte zu hören: Die Sorge vieler Kirchengemeinden, wie sich ihre mittelalterlichen Kirchengebäude erhalten lassen, teilen wir zumindest nicht…

Lukas Speckmann

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