Synodalverbandsgottesdienst in Freren

Geheimnis der Kirchenarchitektur gelöst!

Alle Jahre wieder kommt nicht nur die Weihnachtszeit, sondern auch die Einladung zu einem Synodalverbandsgottesdienst. Dann bleiben am Sonntag alle Kirchen geschlossen, außer der einen Kirche, deren Gemeinde Gastgeberin für alle anderen Gemeinden ist. Dieser besondere Tag war am 8. September und die einladende  Gemeinde war in diesem Jahr Freren.

Es tat richtig gut, mal wieder in einer gut gefüllten Kirche Gottesdienst zu feiern und die wohltuende Gemeinschaft zu spüren. Und unsere Gemeinde war daran ganz und gar nicht unbeteiligt, denn der ganze „harte Kern“ war nach Freren gereist und es sah ganz so aus, als wären wir Meppener die größte Einzelgruppe. Das war eine angenehme Überraschung, denn im Vorfeld hatte es bei uns einigen Unmut gegeben. Unser Chor hatte nämlich fleißig geübt, um diesen Gottesdienst musikalisch zu begleiten, wurde dann aber kurzfristig ausgeladen, da der Chor aus Freren selbst singen wollte. Eben eine dieser dummen Kommunikationspannen.

Wir feierten also einen gelungenen Gottesdienst, begleitet vom dortigen Chor, der nur halb so groß war, wie unser Chor. Aber nun ging uns ein Licht auf, nein sogar zwei Lichter. Erstens verstanden wir, warum man im Mittelalter so unglaublich hohe Kirchenschiffe gebaut hatte: wegen der Akustik! Da genügen schon wenige Sänger um die Luft zum vibrieren zu bringen. Ja und zweitens verstanden wir, warum unser Chor ausgeladen worden war, denn der hätte leicht mit seiner Stimmgewalt die Kirchenfenster in Gefahr bringen können rauszufliegen!

Am Ende war alles gut. Der Chor versöhnt, Kaffee und Schnittchenplatten genossen, viel diskutiert und geklönt und mit dem Gefühl nach Haus gefahren, dass es immer eine Reise wert ist, Glaubensgenossen aus anderen Gemeinden kennenzulernen.

Günter Dürr

 

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