Leitungsteam Frauenarbeitsgemeinschaft

Vorsitzende:
Pastorin Ute Schulz, Möllenbeck
E-Mail:

Die Frauen-AG trifft sich in unregelmäßigen Abständen, um Frauentag und Seminare zu planen. Eingeladen sind dazu immer auch interessierte Frauen aus den einzelnen Gemeinden, die der Frauen-AG nicht angehören.


Frauensonntag

Frauensonntag in Hannover – die große Frau von Schunem

Bei strahlendem Sonnenschein haben die Frauen der Frauenarbeitsgemeinschaft Mitte Februar 2026 zu einem Gottesdienst in der reformierten Kirche in Hannover eingeladen. In dem Gottesdienst kamen verschiedene Aspekte der Geschichte der großen Frau von Schunem und ihrer Begegnungen mit Elisa zur Sprache. In einem Moment der Stille konnten alle, die am Gottesdienst teilnehmen, auf Zetteln ihre Gedanken zu den Themen „Ich hätte gerne Raum für…“, „Ich sorge mich um…“ und „Ich bitte für Recht und Gerechtigkeit…“ notieren und in Körben ablegen. Einige wurden vorgelesen, die anderen an eine Pinnwand geheftet, damit sie sich – wer mag – nach dem Gottesdienst anschauen kann.

Nach dem Gottesdienst trafen sich etwa 20 Frauen zum Frauensonntag. Einige kamen vom Edersee («Kirche am See»), andere aus Braunschweig, Möllenbeck und aus der Region und Stadt Hannover.

Die große Frau von Schunem, von der wir in der Lesung hören und die leider keinen Namen trägt, lässt sich nicht beirren, bleibt beharrlich und wird für ihre Glaubensstärke mit dem Leben ihres Sohnes belohnt.

Wir beschäftigten uns in drei Workshops, angelehnt an das Leben dieser Frau, was Größe bedeutet. Eine dabei erstellte Collage aus Bildern und Sätzen aus Zeitschriften verdeutlicht, was wir zum Leben brauchen: darunter ein soziales Miteinander und das Interesse mitzugestalten. Es geht bei Größe aber auch darum, ob wir uns groß fühlen. Dabei halfen uns Atem- und Haltungsübungen. Und so wird die körperliche Größe weniger wichtig, sondern vielmehr die innere Größe, die ihre Wirkung nach außen trägt. In einem dritten Workshop beschäftigten wir uns mit großen Frauen wie Bertha von Suttner, Hannah Arendt und der mir bis dahin unbekannten Frau Wibrandis Rosenblatt aus der Zeit der Reformation.

Für mich war dieser Tag geprägt von Offenheit und einem aufgeschlossenen Miteinander bei gutem leichtem Essen und Trinken, das viele Teilnehmerinnen mitgebracht hatten.

Irene Wienken


Frauenfrühstück

Am 08. November 2025 fand wieder ein gemeinsames Frauenfrühstück der Kirchengemeinden Möllenbeck und Rinteln statt.

Als Referentin war Gretchen Ihmels-Albe, Pastorin für Frauenarbeit in der Evangelisch-reformierten Kirche, zu Gast.

Haben Sie gewusst …,

dass Frauen in der reformierten Kirche erst seit 1969, also seit 51 Jahren, als Pastorinnen ordiniert werden, d. h. auf der Kanzel predigen und Taufen, Beerdigungen, Trauungen und das Abendmahl durchführen dürfen? Wir, die am Frauenfrühstück teilnehmenden Frauen aus Möllenbeck und Rinteln, waren über diese Tatsache überaus erstaunt und manche entsetzt, als Gretchen Ihmels-Albe, Pastorin für Frauenarbeit unserer reformierten Landeskirche, zum Thema „Frauen auf der Kanzel“ referierte. Nicht nur Martin Luther und Johannes Calvin sprachen sich dagegen aus, Frauen von der Kanzel das Wort Gottes predigen zu lassen. „Nur im äußersten Notfall, wenn kein geeigneter Mann zur Verfügung stünde“, ...“ kann die Notwendigkeit eintreten, die das Wort der Frau erfordert,“ hieß es bei beiden. Schon im Mittelalter wehrten sich mutige Frauen wie Katharina Zell und Elisabeth Cruciger gegen dieses Verbot. Selbst Kirchenräte vertraten bis in die siebziger Jahre diese Meinung und gestanden den Frauen nur Aufgaben im Bereich der Diakonie oder Verwaltung zu. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts kämpften Frauen darum, studieren zu dürfen und seit 1937 auch Theologie. Besonders spannend und interessant wurde der Vortrag, als wir erfuhren, dass zwei Frauen aus Rinteln, bzw. der Familie unseres Pastors zu diesem Kreis gehörten: Dora Stoevesandt (Tante von H. Stoevesandt), gehörte 1938 zu den ersten Vikarinnen wie auch später Gertrud Buitkamp (Tante von H. Buitkamp), die beide ihre Anstellung in der Kirche für sich und andere Theologinnen erkämpft haben. Dora wurde in unserer Jakobi-Kirche getauft, konfirmiert, verheiratet und absolvierte bei Pastor Horst ihr Vikariat! Wir sind dem Engagement und Kampf für Gleichberechtigung all dieser Frauen dankbar!

Nicht nur Martin Luther und Johannes Calvin sprachen sich dagegen aus, Frauen von der Kanzel das Wort Gottes predigen zu lassen. „Nur im äußersten Notfall, wenn kein geeigneter Mann zur Verfügung stünde“, ...“ kann die Notwendigkeit eintreten, die das Wort der Frau erfordert,“ hieß es bei beiden. Schon im Mittelalter wehrten sich mutige Frauen wie Katharina Zell und Elisabeth Cruciger gegen dieses Verbot. Selbst Kirchenräte vertraten bis in die siebziger Jahre diese Meinung und gestanden den Frauen nur Aufgaben im Bereich der Diakonie oder Verwaltung zu. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts kämpften Frauen darum, studieren zu dürfen und seit 1937 auch Theologie. Besonders spannend und interessant wurde der Vortrag, als wir erfuhren, dass zwei Frauen aus Rinteln, bzw. der Familie unseres Pastors zu diesem Kreis gehörten: Dora Stoevesandt (Tante von H. Stoevesandt), gehörte 1938 zu den ersten Vikarinnen wie auch später Gertrud Buitkamp (Tante von H. Buitkamp), die beide ihre Anstellung in der Kirche für sich und andere Theologinnen erkämpft haben. Dora wurde in unserer Jakobi-Kirche getauft, konfirmiert, verheiratet und absolvierte bei Pastor Horst ihr Vikariat! Wir sind dem Engagement und Kampf für Gleichberechtigung all dieser Frauen dankbar!

Und dankbar waren wir auch der Referentin für ihren interessanten und engagierten Vortrag, in dem viel Herzblut steckte. Nach einem ausgiebigen, köstlichen Frühstück endete der Vormittag mit einem Segen.

Herzlichen Dank an das Vorbereitungsteam!

 

Imke Hermann


Frauentag am 12. Oktober 2024 in Hannover

Am 12. Oktober trafen sich Frauen aus dem X. Synodalverband zu einem Frauentag in Hannover unter dem Motto „Frauen mit Stehvermögen“.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen und Kennenlernen sind wir zu Fuß in die Innenstadt aufgebrochen zu einer Führung der „stattreisen“ zum genannten Motto.

Am Kröpke wurde uns zunächst Regina Kröpke – Betreiberin des gleichnamigen Cafes – vorgestellt. Weiter ging es durch die Innenstadt zu verschiedenen Stationen, an denen uns Leben und Werk anderer berühmter und weniger berühmter Frauen nahegebracht wurden, u.a. die Tänzerin Marie Wiegmann, deren Ausdruckstanz (The German dance) weltweit berühmt wurde, Cora Berliner, die nach dem 1. Weltkrieg als erste Frau und Jüdin als Regierungspräsidentin bis 1933 in den Staatsdienst gelangte und später vielen Jüdinnen und Juden zur Ausreise verhalft.

Neben adeligen Frauen wie Kurfürstin Sophie von der Pfalz und gebildeten Frauen wie Ada Lessing, die gemeinsam mit ihrem Mann die Volkshochschule gründete, lernten wir auch einfache Frauen wie Oma Dunsen kennen. In Schaumburger Tracht kam sie Woche für Woche mit ihrer Kiepe in die Markthalle Hannovers, um ihre Waren zu verkaufen. Selbst bei der Einweihung ihres Denkmals zum Jubiläum der Markthalle war sie noch mit 93 Jahren dabei.

In einer U-Bahnstation konnten wir die modernen „Säulen der Sinnlichkeit“ von Elvira Bachbewundern – nur spärlich bekleidete Damen… - ganz im Gegensatz zu den tugendhaften Frauen auf den Grabplatten an der Marktkirche, wie Katharina und Johanna Rommel.

Es war ein abwechslungsreicher Gang durch die Geschichte, bei dem uns die Stadtführerin diese und noch andere Frauen lebendig vor Augen führte. Fast allen Frauen gemeinsam ist, dass sie unter teils widrigen Umständen und großer Benachteiligung ein Stehvermögen bewiesen haben, dass uns noch heute Mut machen kann.

Bei Kaffee, Tee und Kuchen konnten wir uns wieder etwas aufwärmen und ins Gespräch kommen.

Zum Abschluss hat Pastorin Elisabeth Griemsmann viele Eigenschaften der kennengelernten Frauen in Verbindung mit der Geschichte der Hure Rahab aus dem Buch Josua gebracht.